Von Guru-Gurus und fliegenden Goldfischen
5 05 2011
Northern Cardinal
Den Grand Canyon kennt ja nun jeder, aber wer kennt den Palo Duro Canyon ca. 20 Meilen südlich von Amarillo in Texas. Dabei ist das der zweitgrößte Canyon der USA, natürlich nicht ganz so gigantisch, aber dafür ruhig und mit einer traumhaften Tierwelt. Kurzum, ein absoluter Geheimtipp …
Der Camping-Platz, auf dem wir zwei wunderschöne Tage verbracht haben, liegt mitten im Inneren des Canyon, der vom Red River gegraben wurde und zwischen 200 und 300 Meter tief ist. Auf dem Grund des Canyon hat sich eine paradiesische Oase gebildet, die sich in Flora und Fauna erheblich von der umliegenden Ebene unterscheidet. Und da im Canyon (fast) kein Autoverkehr herrscht und natürlich auch nicht gejagt wird, sind die Tiere dort enorm entspannt und bestens zu beobachten.

Collared Lizard
Wunderschön war die Wanderung durch den Canyon, auch wenn wir uns dabei dann doch noch einmal ziemlich verbrannt haben. Hier haben wir den seltenen Horned Lizard und auch den farbenfrohen Collard Lizard ganz nah erleben können, Angelika hat tolle Bilder gemacht.

Horned Lizard
Viel Zeit haben wir zudem in einer Vogelbeobachtungsstation verbracht, wo wir die unglaublich bunten Vögel des Canyons in aller Ruhe beobachten konnten: wie z. B. den Golden Fronted Woodpecker, den Blue Jay, verschiedene Orioles und den Painted Bunting … und natürlich den leuchtend-roten Northern Cardinal, der mir wie ein fliegender Goldfisch erschien. Bis der Kestrel, der amerikanische Buntfalke, dem bunten Treiben eine Ende gemacht hat und sich seinen Anteil geholt hat…
Aber am schönsten waren die Stunden am Campingplatz selbst. Denn die meisten Tiere haben sich an die Menschen gewöhnt und suchen anscheinend ihre Nähe. Das heißt, wir waren u. a. von Rehwild (White tailed deer), wilden Truthähnen (Rio Grande Turkey) und jeder Menge uns bisher unbekannter Vögel (die Auswertung läuft noch) umgeben. Wer in die Aufnahmen der neuen Songs reinhört, die wir ja auf dem Campground gemacht haben, wird einige Vogelstimmen hören.
Ach ja, die hiesigen Truthähne haben bräunliche Federn, was sie im Wald nicht ganz so fehl am Platze erscheinen lässt … und sie fliegen abends auf ihre Schlafbäume. Und sie machen jede Menge Krach, wobei ich dauernd an Obelix in Amerika denken musste, der ja den passenden Namen Guru-Gurus geprägt hat.

Guru-Guru-Talk
So, und nun machen wir uns auf den Weg nach Kansas, um einige Tagen bei unseren Freunden Tom und Patty zu verbringen und das erste Viertel unserer Traumreise geruhsam ausklingen zu lassen.
es gibt in Rotenburg durchaus einige Menschen die den Palo Duro kennen. Allerdings haben wir dort leider nicht all die wundervollen Tiere sehen können.
Knutscht Tom und Patty von uns. Liebe Grüße
Joachim
Das sind ja wieder tolle Tierbeschreibungen, die du da lieferst Klaus und Geli zeigt die Bilder dazu….ich bin mal gespannt, wieviel GB Fotos ihr mit nach Hause bringt….die alle zu sichten, das wird spannend.
Das mit den Vogelstimmen hatte ich schon gehört, macht sich aber gut, kannst du vielleicht auch auf der nächsten CD mit unterbringen 😉
Schön, wieder was von euch zu lesen….wir werden ja immer sehr verwöhnt, und dann gibt es mal wieder fast ne Woche nix zu lesen….
Die Truthähne sind ja schon beeindruckend….schmecken die denn auch?